Posts mit dem Label Erlenbach werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Erlenbach werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

24.01.2016

Zum 100. Geburtstag von Hans Martin

Am 26. Januar 2016 begehen wir den 100. Geburtstag des fränkischen Komponisten, Kirchenmusikers und Pädagogen Hans Martin.

1916 in Erlenbach bei Marktheidenfeld geboren und in einem musikalischen Elternhaus aufgewachsen, erhielt Hans Martin seine erste musikalische Ausbildung an Klavier und Orgel im Kilianeum Miltenberg u.a. bei Gretchen Höller, Josef Amann und Heinrich Stahl.

Von 1936 bis 1938 nahm er an der Hochschule für Lehrerbildung, Würzburg, Unterricht bei Prof. Hans Gebhard in den Fächern Orgel, Klavier und Kompositionslehre sowie am Bayerischen Staatskonservatorium bei Prof. Eugen Gugel im Fach Oboe.

Schon während seiner Gymnasialzeit war er als Organist im Kilianeum in Miltenberg und später in Würzburg sowie an der dortigen Michaelskirche tätig. Von 1935 bis zum Kriegsbeginn 1939 spielte er unter Chorregent Heinrich Stahl als Nachfolger von Josef Amann die Orgel in der Würzburger Hofkirche, wo er seine spätere Frau Lilo (geb. Zeitzschel) kennenlernte, die dort als 17-jährige im Hofkirchenchor im Sopran sang. 

Hans Martin studierte ab 1935 zunächst Philosophie an der Universität Würzburg. Dann, nach der Unterbrechung durch die Ableistung des Arbeitsdienstes, an der Würzburger Hochschule für Lehrerbildung, die er 1938 mit der 1. Lehramtsprüfung abschloss. Nach nur wenigen Monaten als Junglehrer kam die Einberufung zum Wehrdienst, der 1939 direkt in den Kriegsdienst überging.

In Russland wurde er 1944 (in der Schlacht von Brody / Lemberg) verwundet, geriet in Kriegsgefangenschaft und wurde in das weit entfernte Kriegslazarett Atkarsk (Oblast Saratow) eingeliefert. Dort gründete und leitete er den Gefangenenchor des Lazaretts und führte u.a. an Weihnachten 1944 die von ihm in Gefangenschaft komponierte „Atkarsker Weihnachtskantate“ auf, ein Werk, welches später in Würzburg mehrfach zu hören war, u.a. am 2. Weihnachtsfeiertag 1992 im Kiliansdom zu Würzburg, und das zuvor von der Dommusik Würzburg unter Leitung von Domkapellmeister Siegfried Kösler auf CD eingespielt worden war.

Im Jahr 1947 konnte Hans Martin in seiner unterfränkischen Heimat den Lehrerberuf wieder aufnehmen - zunächst in Helmstadt (in dieser Zeit legte er auch 2. Lehramtsprüfung ab), dann ab 1952 in Ebern und schließlich von 1956 bis zu seiner Pensionierung im Sommer 1978 in Würzburg - zunächst an der Pleicher Schule und ab 1969 an der Hauger Schule.

Das musikalische Schaffen des Komponisten Hans Martin umfasst mehr als 380 Werke, darunter eine große Anzahl für den Gottesdienst komponierte, Liturgie-bezogene Musik (Messen, Proprien, Motetten, Kantaten, Orgelmusik) sowie mehr als 150 Lieder, Chorwerke, Instrumentalmusik, Singspiele und eine Märchenoper.

Nach dem Krieg war Hans Martin als Organist und Chorleiter noch 55 Jahre im kirchenmusikalischen Dienst tätig, zunächst an St. Martin in Helmstadt (1947 - 1951), dann an der Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Ebern (1951 -1956) und von 1956 - 2002 an St. Gertraud in Würzburg. In der Diözese Würzburg engagierte er sich nach Einführung der Muttersprache und Einbeziehung der Gemeinde in den Gottesdienst durch das II. Vatikanische Konzil (1962 – 1965) beratend und von 1971 – 1978 in der Ausbildung des Organistennachwuchses.

Für sein kirchenmusikalisches Schaffen wurden ihm u.a. die St. Bruno-Medaille der Diözese, das Bundesverdienstkreuz am Bande und der päpstliche Silvester-Orden verliehen.

Er starb im 27. November 2007 nach einem erfüllten Leben im Alter von 91 Jahren.

Weiterführende Links

>>> Deutsche Wikipedia Hans_Martin_(Komponist)

>>> Biografie Hans Martin

>>> Hans Martin Werke-Verzeichnis (PDF)

17.07.2008

Genau zum 66. Hochzeitstag ... von Hans und Lilo

schreibt Andrea Braun im Würzburger Sonntagsblatt



Hans Martin (1916-2007) – ein Mitstreiter der diözesanen Kirchenmusik
„... in der Musik konnte er alles vermitteln“

"Er hat immer gewusst, dass die Musik sein Leben sein würde", erzählt seine Frau Lieselotte Martin. Und natürlich trieb es ihn auch immer wieder zum Komponieren: Sein musikalisches Werk, dessen Verzeichnis zusammen mit seiner Biographie kürzlich im Internetlexikon Wikipedia veröffentlicht wurde, umfasst mehr als 380 Kompositionen und Bearbeitungen ... " und " ... ganz ähnlich erinnern sich auch andere Menschen, die ihn kannten, des 1916 in Erlenbach bei Marktheidenfeld geborenen Musikers: „Er machte nicht viel Aufhebens von sich. Martin war ein sehr bescheidener Musiker, der sich in den Dienst der Liturgie gestellt hat, ein ganzes Leben lang, sowohl als Organist wie als Komponist und Chorleiter“, meint etwa Siegfried Koesler, Würzburger Domkapellmeister i. R., der Martin sowohl als Komponist, wie auch als engagierten Mitstreiter in der diözesanen Kirchenmusik gut gekannt hat."

Zum Beitrag im Sonntagsblatt vom 15. Juli 2008

Heute vor einem Jahr, hatte die Familie, Freunde und Weggefährten von Hans Martin und Lilo Martin das seltene Jubiläum einer 'Eisernen Hochzeit' noch gemeinsam feiern dürfen. Die Stadt, die Gemeinden in denen er wirkte, ehemalige Kollegen aus dem Schuldienst sowie Kameraden seiner Verbindung hatten das Leben und Wirken gewürdigt. Um so größer war dann im November 2007 das Befremden, dass weder die Stadt oder das Schulamt, noch die Diözese, in deren Diensten Hans Martin über viele Jahrzehnte stand, ihm die letzte Ehre erwiesen hatten. Auch der Lokalpresse in Würzburg war dieser Abschied keine Zeile mehr wert gewesen, sie hatte ja schon weit über 200 mal in den letzten 40 Jahren über sein Leben und Wirken berichtet.

Lilo Martin und die Familie bedanken sich beim Sonntagsblatt, der Diözese Würzburg, insbesondere bei Weihbischof Helmut Bauer, der auch der Referent für Liturgie und Kirchenmusik in der Diözese ist, und bei Andrea Braun ganz herzlich für diese - wenn auch späte - Würdigung.

Veröffentlicht am 17-Juli-2008

01.01.2002

Jahr 2002

Aus dem Leben von Hans Martin

Abschied vom Dienst des Organisten und Chorleiters in St. Gertraud

Nach 46 Jahren beendet Hans Martin, im Alter von 86 Jahren, seinen kirchenmusikalischen Dienst für die Pfarrgemeinde St. Gertraud und seine aktive 66-jährige Tätigkeit als Kirchenmusiker (u.a. Michaelskirche, Hofkirche, Neubaukirche und St. Gertraud in Würzburg; sowie in Erlenbach, Helmstadt und Ebern) und Orgellehrer.


Blick auf die Pfarrkirche St. Gertraud, Würzburg
Quelle: Titelseite der Jubiläumsfestschrift von Pfarrer Alfred Rost im Jahre 1983


Eingang zur Pfarrkirche St. Gertraud, Würzburg
Foto: Carsten Winterfeldt, orgelwelt.eu


Kirchenschiff und Chorraum St. Gertraud, Würzburg
Foto: Carsten Winterfeldt, orgelwelt.eu



Die orgel von St. Gertraud, Würzburg
Foto: Carsten Winterfeldt, orgelwelt.eu



Der Kirchenchor vor der Pfarrkirche St. Gertraud



Der Kirchenchor im Chorraum der Pfarrkirche St. Gertraud

Ritter des Silvester-Ordens





Die Übersetzung:
Bereitwilligen Sinnes gewähren wir die uns vorgetragenen Bitten, denen wir entnommen haben, dass Du Dich um das Gut und das Gedeihen der Kirche und der katholischen Sache sehr verdient gemacht hast.
Um ein öffentliches Zeugnis unserer dankbaren Gesinnung zu geben, erwählen, erklären und bestellen wir Dich, Johannes Martin aus der Diözese Würzburg, zum Ritter des Ordens des Heiligen Papstes Sylvester und erteilen Dir die Vollmacht, von allen Privilegien Gebrauch zu machen, die mit dieser Würde verbunden sind.

Gegeben zu Rom, bei Sankt Peter,
am 26. August 2002 ......................... Der Staatssekretär

Hans Martin erhält für seine Verdienste im kirchenmusikalischen Dienst den päpstlichen Silvester-Orden (August 2002)

Zeitungsberichte und Kritiken (Auszug)

Im Juli 2002 beendet Hans Martin seinen kirchenmusikalische Dienst in der Pfarrei St. Gertraud, mit dem Abschlusssgottesdient zur Ewigen Anbetung. Die Lokalzeitung Mainpost / Volksblatt schreibt dazu auf mainpost.de (4. Juli 2002)

Quelle: http://www.mainpost.de/regional/vbwue/1076,1708503.html

Chor singt sein letztes Te Deum

Würzburg Mit der Gestaltung des Abschlussgottesdienstes zur Ewigen Anbetung um 19 Uhr endet am heutigen Freitag die Arbeit des Pleicher Kirchenchores. Nach 85 Jahren wird der Chor aufgelöst, teilte der 86 Jahre alte Leiter Hans Martin mit. Er muss aus gesundheitlichen und Altersgründen seine Aufgaben in der Pfarrei St. Gertraud aufgeben.

Seit 1956, also 46 Jahre lang, prägte Hans Martin als Organist, Dirigent, Komponist und Lehrer die Gottesdienste und die Kirchenmusik in der Pleicher Gemeinde. Einige Chormitglieder, die heute zum letzten Mal auftreten, sind bereits 80 Jahre alt und bis zu sechzig Jahre im Chor dabei.

Gemeinsam mit ihrem Chorleiter ist die Gruppe alt geworden, doch Kraft und Stimmen haben nachgelassen. Das "Te Deum" am heutigen Abend soll die lange Tradition des Kirchenchores von St. Gertraud würdig beenden.

Weitere Zeitungsberichte aus dem Jahr 2002







Bilder aus dem Familienalbum

01.11.1972

Jahr 1950

Aus dem Lebenslauf von Hans Martin

Am 14. Juni 1950 wurde Hans Martin Beamter auf Lebenszeit. Am 3. Juli 1950 hat ihm seine Frau Lilo Hermann Josef, das fünfte Kind der Familie, in Helmstadt b. Würzburg geboren



Da waren es schon fünf ... (Silvester 1950)

Im Herbst des Jahres, am 19. November 1950 verstarb der Vater von Hans Martin, Johann Adam Martin in Erlenbach bei Marktheidenfeld.

Singspiel "Die beiden Peters"

Die zu einem Singspiel umgearbeiteten Oper Zar und Zimmermann mit dem Männergesangverein Melomania in Helmstadt. Mit 4 Solisten, kleinem Orchester, den Chören sowie einer Tanzgruppe.
Aufführungen: am 19., 20. und 25. März, sowie 26. und 27. Dezember 1950 in Helmstadt b. Würzburg.

Aus dem Werke-Verzeichnis 1950

Zehn Schweizer Volkslieder
für Singstimme, Flöte, Violine (oder 2 Violinen) und Laute
Volksgut
7. Januar 1950 in Helmstadt

Der Vorhang des Tempels
für 4-st. gem. Chor a cappella
20. Februar 1950 in Erlenbach

Dich loben, dir danken
Fantasie und Fuge über das Kilianslied für Orgel
24. Mai 1950 in Helmstadt

Veritas mea Psalm 88,25
Antiphon für 4-st. gemischten Chor a cappella
12. Juni 1950 in Helmstadt

Marienpreis
Kantate für Alt, Tenor, Gemeinde oder Kinderchor, 4-st. gemischten Chor und Orgel
Mittelalterlicher Text aus dem 13. Jh.
1. September 1950 in Helmstadt

Geisterchor
für Soli, 4-st. gemischten Chor, Instrumente und Klavier
29. November 1950 in Helmstadt

Christrose
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
23. Dezember 1950 in Helmstadt

01.08.1972

Jahr 1947

Aus dem Lebenslauf von Hans Martin

Am 6. Februar erteilte die Miltärregierung die Genehmigungen zur Wiedereinstellung in den Schuldienst. Zum 1. Februar 1947 wurde Hans Martin rückwirkend wieder zum Lehramt zugelassen und als Lehrer an die Volksschule Helmstadt bei Würzburg (und Neubrunn) berufen.

Der Umzug der Familie Hans Martin von Erlenbach nach Helmstadt bei Würzburg, in die erste, eigene Wohnung - die Lehrerwohnung Hausnummer 131 - erfolgte am 1. März 1947 (bis Dezember 1951).

Nebenberuflich war Hans M. in Helmstadt als Organist und Leiter des von ihm in Absprache mit dem Ortsgeistlichen, dem Geistlichen Rat Leo Drenkard 1947 gegründeten Kirchenchors von St. Martin sowie als Dirigent des Männergesangvereines Melomania - die Sangeswütigen - tätig.





Aus den Aufzeichnungen von Hans Martin

Gründung des Kirchenchors 11. Juli 1947 Helmstadt

Erstes Auftreten am 27. Juli 1947 zum Silbernen Priesterjubiläum des Geistlichen Rats Leo Drenkard
Besetzung: 20 Oberstimmen, 7 Unterstimmen

25.12.1947
Erstaufführung Martini-Messe von Hans Martin 

Männergesangverein Melomania

Aufführung der zu einem Singspiel umgearbeiteten Oper Zar und Zimmermann von Lortzing
in 1950: 19., 20. und 25. März sowie 26. und 27. Dezember.

Kritiken
Marktheidenfelder Mitteilungsblatt 22.03. 1950

Helmstadt - Zu einem großen Erfolg gestalteten sich die beiden Aufführungen des Gesangsvereins "Melomania", "Die beiden Peters" nach der Oper Zar und Zimmermann, die jeweils vor ausverkauften Hause stattfanden. Dem Dirigenten des Vereins, Lehrer Hans Martin, gebührt dabei ein besonderes Lob. Es ist nur bedauerlich, daß eine solch einmalige Leistung nicht einem größeren Besucherkreis der näheren Umgebung zugänglich gemacht werden kann.

Würzburger Mainpost 25.03. 1950

Eine hervorragende Leistung

Helmstadt. Mit der Aufführung der zu einem Singspiel umgewandelten Lortzing'schen Oper "Zar und Zimmermann" wagte sich der Dirigent des Gesangvereins Melomania" mit seinen Sängern und Sängerinnen auf ein Gebiet, daszu beschreiten bis jetzt nur Berufenen vorbehalten blieb. Nach rund 100 Probestunden fand die Erstaufführungim überfüllten St-Josef-Hause statt. Die Aufführung war den Verhältnissen entsprechend, eine hervorragende Leistung, sie wurde auch vom Publikum begeistert aufgenommen. Besonderes Lob gebührt den vier Hauptdarstellern. Das kleine Orchester, die Chöre, die sehr nette Tanzgruppe und alle übrigen Mitwirkenden fügten sich sehr harmonisch in das Ganze. Alles in allem : eine Leistung, auf die nicht nur der Verein, sondern die ganze Gemeinde stolz sein kann. Auch die Vorstellung am nächsten Tage war fast ausverkauft. Heute um 20 Uhr findet die letzte Aufführung statt. Es wäre den Melomanen und ihrem wagemutigen Dirigenten, Lehrer Hans Martin, wieder ein volles Haus zu wünschen.


1951 Bischof Julius Döpfner in Helmstadt

Festlich geschmücktes Helmstadt anlässlich der Visitation des Würzburger Bischofs Julius Döpfner in Helmstadt am 24.4.1951. Gegen den Rat des Ortsgeistlichen stattete Bischof Julius Döpfner mir in unserer Wohnung einen kurzen Besuch ab.


Aus dem Werke-Verzeichnis 1947

Scherzo in C-Dur
12. Februar 1947 in Erlenbach

Lied des Harfenmädchens
für Sopran und Klavier
von Theodor Storm
10. März 1947 in Helmstadt

In der Kirschblüt
für Sopran und Klavier
von Johann Georg Fischer
17. Mai 1947 in Helmstadt

Sonatensatz
für Violine und Klavier
15. Juni 1947 in Helmstadt

Missa in hon. Sti. Martini
für 4-st. gemischten Chor und Orgel
23. August 1947 in Helmstadt

01.07.1972

Jahr 1946

Aus dem Lebenslauf von Hans Martin

Am 05. Juni 1946 wurde in Erlenbach die erste Tochter und das zweite Kind geboren und auf den Namen Maria-Theresia getauft.

Aus dem Werke-Verzeichnis 1946

Gebet
für 4-st- gem. Chor a cappella
von Hans Martin
3. Januar 1946 in Erlenbach

Missa brevis B.M.V. de Mercede
für 4-st- gem. Chor und Orgel
24/28. Januar 1946 in Erlenbach und Würzburg

Passionskantate
beendet 15. Februar in Erlenbach

O weine
für 4-st. gem. Chor a cappella
31. Januar 1946 in Erlenbach

Mein auserwählter Weinberg
für 4-st. gem. Chor a cappella
1. Februar 1946 in Erlenbach

Finsternis sank herein
für 4-st. gem. Chor a cappella
5. Februar 1946 in Erlenbach

O Baum
für 4-st. gem. Chor a cappella
7. Februar 1946 in Erlenbach

Der Gottlose
für Sopran und Orgel
7. Februar 1946 in Erlenbach

Alle meine Freunde
für Bariton und Orgel
7. Februar 1946 in Erlenbach

Dunkel von Weinen
für Alt und Orgel
8. Februar 1946 in Erlenbach

Dahingegangen unser Hirt
für Sopran und Orgel
9. Februar 1946 in Erlenbach

Mein Volk, was tat ich Dir?
für 4-st. gem. Chor a cappella
Improperien
11. Februar 1946 in Erlenbach

Treues Kreuz
für 4-st. gem. Chor a cappella
15. Februar 1946 in Erlenbach

Trauermette
für 4-st. gem. Chor a cappella
21. Februar 1946 in Erlenbach

Christus ward für uns gehorsam
für 4-st. gem. Chor a cappella
21. Februar 1946 in Erlenbach

Betrübt ist meine Seele
für 4-st. gem. Chor a cappella
26. Februar 1946 in Erlenbach

Schaut, wir haben ihn gesehen
für 4-st. gem. Chor a cappella
27. Februar 1946 in Erlenbach

Alle meine Freunde
für 4-st. gem. Chor a cappella
10. März 1946 in Erlenbach

Tu auf, tu auf
für Orgel
14. März 1946 in Erlenbach

Der Vorhang des Tempels
für 4-st. gem. Chor a cappella
21. März 1946 in Erlenbach

Jerusalem, Jerusalem
für 4-st. gem. Chor a cappella
15. April 1946 in Erlenbach

An dich
für Sopran und Klavier
von Hans Martin
3. Mai 1946 in Erlenbach

Drei Brautgesänge
für Sopran und Klavier
Psalm 127, 133 u. Hans Martin
18.05.1946-17./24.Juni 1946 in Erlenbach

Zärtlichkeit
für Sopran und Klavier
von Johanna Wolff
19. Juli 1946 in Erlenbach

Wie ein Lamm
für 4-st. gem. Chor a cappella
2. August 1946 in Erlenbach

Rosenkranzmesse
für Soli, 4-st. gem. Chor und Orgel
5. September 1946 in Erlenbach

Sebastianivesper
für Kantor, Gemeindegesang, 4-st. gem. Chor und Orgel
16. Oktober 1946 in Erlenbach

Streichquartett a-moll in drei Sätzen
1. November 1946 in Erlenbach

Ein altes Lied
für Sopran und Klavier
von Wilhelm Lobsien
14. November 1946 in Erlenbach

Orgelsuite in E in vier Sätzen
18. Dezember 1946 in Erlenbach

Merkst du's nicht?
für drei gleiche Stimmen
von Johanna Wolff
20. Dezember 1946 in Erlenbach

Weihe der Liebe
für drei gleiche Stimmen
von Hl. Alfons von Liguori
23. Dezember 1946 in Erlenbach

01.06.1972

Jahr 1945

Aus dem Lebenslauf von Hans Martin

Noch bis Juli 1945 war Hans Martin in russischer Kriegsgefangenschaft in Atkarsk. Am 25. Juli 1945 wurde er mit Unterstützung der Ärzte aus gesundheitlichen Gründen entlassen.





Dies beiden Kästchen hatten Mitgefangene für Hans Martin geschnitzt - in diesen Behältern schmuggelte er die Name von Mitgefangenen um die Angehörigen eine 'erste' Nachricht zukommen zu lassen.

Am 17. August 1945 traf Hans Martin wieder in Würzburg bei seiner Familie ein und das beendete die Ungewissheit seit der Vermisstenmeldung im Juli 1944.

Da die Wohnung der Großeltern seiner Frau in dem Lilo und Sohn Hans gelebt haben von dem Amerikanern beschlagnahmt wurde und es für Hans Martin keinen Job gab, zog die Famile zu den Eltern nach Erlenbach b. Marktheidenfeld (und lebten dort bis Ende Februar 1947).

Mit Konzerten in Würzburg (Marianhill Herz-Jesu-Kirche) und Umgebung (unter anderem Ochsenfurt, Schönau), gemeinsam mit seinen früheren Lehrer, verdiente er sich ein Zubrot und konnte seine geliebte Musik ausführen.





Aus dem Werke-Verzeichnis 1945

Zueignung
für Bariton u. Klavier
von Johann Wolfgang von Goethe
1. Januar 1945 in Atkarsk (Russland)

Die Sonne tönt
für 3-st. Männerchor
von Johann Wolfgang von Goethe (Faust-Prolog)
5. Januar 1945 in Atkarsk (Russland)

Der Bauerntanz
für 3-stimmigen Männerchor
von Johann Wolfgang von Goethe
10. Januar 1945 in Atkarsk (Russland)

Ave Maria
für Bariton und Klavier
15. Januar 1945 in Atkarsk (Russland)

Passio brevis sec. Joannem
für Tenor, Bariton, 3-st. Männerchor und Klavier
27. Februar 1945 in Atkarsk (Russland)

Es waren zwei Königskinder
für 3-st. Männerchor
Volksgut
27. Februar 1945 in Atkarsk (Russland)

An die Freude
für Tenor, 3-st. Männerchor und Klavier
von Friedrich von Schiller
7. März 1945 in Atkarsk (Russland)

All meine Gedanken
für Tenor und 3-st. Männerchor a cappella
Volksgut
25. März 1945 in Atkarsk (Russland)

Der alte Sänger
für Bariton und Klavier
von Hans Huber
5. April 1945 in Atkarsk (Russland)

Rondo g-moll für Klavier
18. April 1945 in Atkarsk (Russland)

Der Friedenstag
für Tenor, Bariton, 3-st. Männerchor und Klavier
23. Mai 1945 in Atkarsk (Russland)

Spuren
für Sopran und Klavier
von Johanna Wolff
17. November 1945 in Würzburg

Du bist da
für Sopran und Klavier
von Johanna Wolff
15. Dezember 1945 in Erlenbach

Nachklang
für Sopran und Klavier
von Hans Zeitzschel
21. Dezember 1945 in Erlenbach

In der Winternacht
für Alt und Klavier
von Friedrich Wilhelm Weber
31. Dezember 1945 in Erlenbach

01.02.1972

Jahr 1941

Aus dem Lebenslauf von Hans Martin

Bereits im Dezember 1940 begann der Kriegseinsatz von Hans Martin bei Olmütz (Mähren). Auf seinem Heimaturlaub im Januar 1941 verlobte sich er sich am 12. Januar in Würzburg mit Lilo (Liselotte) Zeitzschel, der Tochter des Hofopernsängers Gustav Zeitzschel, die er in 1939 als Organist auf der Empore der Hofkirche in Würzburg kennengelernt hatte.


Im Heimaturlaub Verlobung am 12. Januar 1941:
Hans Martin und Lilo Zeitzschel

Vom 06.April und bis 06.August 1941 folgte dann der Kriegseinsatz in Jugoslawien und ab 6. August 1941 der Einsatz im am 22. Juni begonnen Russland-Feldzug der deutschen Wehrmacht.


Aus dem Werke-Verzeichnis 1941

Heil Pioniere
Marsch für Harmoniemusik
8. Februar 1941 in Olmütz (Tschechien)

Du bist der Klang
für Sopran und Klavier
Text von Johanna Wolff
8. Februar 1941 in Olmütz (Tschechien)

Und die Zwiebel
für Sopran und Klavier
Text von Johanna Wolff
20. Februar 1941 in Olmütz (Tschechien)

Da sang eine graue Nachtigall
für Sopran und Klavier
Text von Johanna Wolff
26. Februar 1941 in Olmütz (Tschechien)

Mein Lieben
für Sopran und Klavier
Text von Johanna Wolff
5. März 1941 in Olmütz (Tschechien)

Sprich
für Sopran und Klavier
Text von Johanna Wolff
6. März 1941 in Olmütz (Tschechien)

Treue
für Sopran und Klavier
Text von Johanna Wolff
6. März 1941 in Olmütz (Tschechien)

Wiegenlied
für Sopran und Klavier
Text von Helene Voigt Diedrichs
10. März 1941 in Olmütz (Tschechien)

Lieder
für Sopran und Klavier
Text von Johanna Wolff
18. März 1941 in Olmütz (Tschechien)

An die Erträumte
für Sopran und Klavier
Text von Johann Weinheber
20. März 1941 in Olmütz (Tschechien)

Bei dir
für Sopran und Klavier
Text von Johanna Wolff
8. Mai 1941 in Sarajevo (Bosnien)

An der Wiege
für Sopran und Klavier
Ludwig Uhland
17. Mai 1941 in Sarajevo (Bosnien)

Man sagt
für Sopran und Klavier
Text von Johanna Wolff
1. Juni 1941 in Sarajevo (Bosnien)

Maria Laach
für Sopran u. Klavier
Text von Johanna Wolff
27. Juli 1941 in Erlenbach (auf Heimaturlaub)

Wohin?
für Sopran und Klavier
Text von Hans Martin
27. Juli 1941 in Maribor (Slowenien)

An die Geliebte
für Sopran und Klavier
Text von Eduard Möricke
18. September 1941 in Smolensk (Russland)

Ich und Du
für Sopran und Klavier
Text von x. Geibel
28. September 1941 in Smolensk (Russland)

Abendwolken
für Sopran und Klavier
Text von Ludwig Uhland
19. November 1941 in Balabanowa (Russland)

Sonate in B
für Klavier
20. Dezember 1941 in Balabanowa (Russland)


Zur Schriftstellerin Johanna Wolff, geb. Kielich

Johanna Wolffs erste Veröffentlichung war in 1896 die Frauenlieder Sammlung Namenlos (Verlag der Wiener Mode). Ihren wohl größten Erfolg hatte Johanna Wolff mit ihrer Autobiographie Hanneken: Ein Buch der Armut und Arbeit (1912), später unter '... Arbeit und Aufstieg' neu verlegt und ihren Gedichtbänden [Du schönes Leben, Von Mensch zu Mensch, Lebendige Spuren und Wanderer Wir].

Mehr zu der Dichterin Johann Wolff - siehe hier HannekenJohannaWolff

01.10.1971

Jahr 1937

Aus dem Familienalbum



Die junge Sängerin Lilo Zeitzschel im Kirchenchor Unsere Liebe Frau, Würzburg


Aus dem Werke-Verzeichnis 1937

Für Dich
für Gesang und Klavier (Frühwerk)
Text von Wilhelm Grimm
9. April 1937

Zum Abschied
für Gesang und Klavier (Frühwerk)
Text von Hans Martin
5. Juni 1937

Abendfantasie
für Gesang und Klavier (Frühwerk)
Text von Hans Martin
18. Juni 1937

Der Sänger
für Gesang und Klavier (Frühwerk)
Text Novalis
18. Juni 1937

Fuge in D
für Orgel
14. Oktober 1937 für die Hofkirche Würzburg

Jubilate Motette
für Bariton und Orgel
12. Dezember 1937 für die Hofkirche Würzburg

Variationen in B
für Klavier
29. Dezember 1937 in Erlenbach b. Marktheidenfeld

Burg Hohenstein
für Klavier und Gesang

Entstehungsort: Würzburg (soweit nicht anders angegeben)

01.04.1971

Jahr 1931

Hans Martin [sein damaliger Spitznahme 'der kleine Mozart'] übernahm im Alter von 15 Jahren als Internatsschüler im Kilianeum in Miltenberg für das Schuljahr 1931/1932 das Amt des Organisten.

Aus dem Familienalbum




Der Gymnasiast Hans Martin zu Besuch im elterlichen Hof

01.12.1970

Jahr 1927

Aus dem Lebenslauf von Hans Martin

Nach der erfolgreichen Aufnahmeprüfung am Neuen Gymnasium in Würzburg, im Frühjahr 1927 besuchte Hans Martin ab Sommer 1927 bis 1932 das Progymnasium in Miltenberg als Internatsschüler des Kilianeums Miltenberg.

24.04.1927 feierte Hans seine Erstkommunion in Erlenbach und am

11.05.1927 seine Firmung in Miltenberg (Firmpate: Eustach Martin)

Aus den Fotoalben von Hans Martin

01.11.1970

Jahr 1926

Aus dem Lebenslauf von Hans Martin

In 1926 verließ Hans Martin die Volksschule in Erlenbach und zog zu seinem Onkel Karl Martin, Expositus in Holzkirchhausen, der ihn auf Aufnahmeprüfung am Neuen Gymnasium in Würzburg und den Besuch der 2. Gymnasialklasse vorbereitete. Parallel besuchte Hans nun die dortige Volksschule.

01.07.1970

Jahr 1922

Aus dem Lebenslauf von Hans Martin

Ab Sommer des Jahres 1922 (bis Herbst 1926) besuchte Hans Martin die Volksschule in Erlenbach.

Bereits kurz nach der Rückkehr des Vaters Johann Martin aus der Kriegsgefangenschaft in Frankreich - Hans Martin war damals erst 6 Jahre alt - als seine Mutter Emma Martin, geborene Heilig nach schwerer Krankheit am 20. September 1922 starb und der Vater Johann sehen musste wie er mit den vier Kindern, dem Haushalt und der Landwirtschaft  über die Runden kam.

01.05.1970

Jahr 1920

Aus dem Familienalbum des Hans Martin


Hans Martin in Erlenbach (ca. 1920)


Hofkonzert (ca. 1920 ??)

01.04.1970

Jahr 1919

Aus dem Familienalbum des Hans Martin


Hans Martin mit seiner Mutter Emma, geb. Heilig (ca. 1919)

01.02.1970

Jahr 1917

Aus dem Familienalbum des Hans Martin



Die Pfarrkirche in Erlenbach

26.01.1970

Jahr 1916



Am 26. Januar 1916 wurde Hans Martin, als Sohn von Johann [Adam] und Emma [Maria] Martin, geb. Heilig  in Erlenbach bei Markt Heidenfeld (heute Marktheidenfeld) geboren und am 27. Januar in der Erlenbacher Pfarrkirche St. Burkard auf den Namen Johann Hugo Martin getauft. Sein Taufpate war Hugo Väth, ebenfalls aus Erlenbach.


Das Elternhaus in Erlenbach (Am Ketteltor)
- die Aufnahme stammt aus den 60/70 er Jahren


Erlenbach b. Marktheidenfeld - eine Postkarte aus den 50er Jahren
Da sein Vater Johann Martin im 1. Weltkrieg als Soldat im Feld und anschließend in französischer Kriegsgefangenschaft war, lastete die ganze Arbeit der Landwirtschaft und der Kinder auf den Schultern der Mutter Emma Heilig. So wuchs er ohne den Vater unter der Obhut der Mutter und seinen älteren Geschwistern und Verwandten auf.