24.01.2016
Zum 100. Geburtstag von Hans Martin
1916 in Erlenbach bei Marktheidenfeld geboren und in einem musikalischen Elternhaus aufgewachsen, erhielt Hans Martin seine erste musikalische Ausbildung an Klavier und Orgel im Kilianeum Miltenberg u.a. bei Gretchen Höller, Josef Amann und Heinrich Stahl.
Von 1936 bis 1938 nahm er an der Hochschule für Lehrerbildung, Würzburg, Unterricht bei Prof. Hans Gebhard in den Fächern Orgel, Klavier und Kompositionslehre sowie am Bayerischen Staatskonservatorium bei Prof. Eugen Gugel im Fach Oboe.
Schon während seiner Gymnasialzeit war er als Organist im Kilianeum in Miltenberg und später in Würzburg sowie an der dortigen Michaelskirche tätig. Von 1935 bis zum Kriegsbeginn 1939 spielte er unter Chorregent Heinrich Stahl als Nachfolger von Josef Amann die Orgel in der Würzburger Hofkirche, wo er seine spätere Frau Lilo (geb. Zeitzschel) kennenlernte, die dort als 17-jährige im Hofkirchenchor im Sopran sang.
Hans Martin studierte ab 1935 zunächst Philosophie an der Universität Würzburg. Dann, nach der Unterbrechung durch die Ableistung des Arbeitsdienstes, an der Würzburger Hochschule für Lehrerbildung, die er 1938 mit der 1. Lehramtsprüfung abschloss. Nach nur wenigen Monaten als Junglehrer kam die Einberufung zum Wehrdienst, der 1939 direkt in den Kriegsdienst überging.
In Russland wurde er 1944 (in der Schlacht von Brody / Lemberg) verwundet, geriet in Kriegsgefangenschaft und wurde in das weit entfernte Kriegslazarett Atkarsk (Oblast Saratow) eingeliefert. Dort gründete und leitete er den Gefangenenchor des Lazaretts und führte u.a. an Weihnachten 1944 die von ihm in Gefangenschaft komponierte „Atkarsker Weihnachtskantate“ auf, ein Werk, welches später in Würzburg mehrfach zu hören war, u.a. am 2. Weihnachtsfeiertag 1992 im Kiliansdom zu Würzburg, und das zuvor von der Dommusik Würzburg unter Leitung von Domkapellmeister Siegfried Kösler auf CD eingespielt worden war.
Im Jahr 1947 konnte Hans Martin in seiner unterfränkischen Heimat den Lehrerberuf wieder aufnehmen - zunächst in Helmstadt (in dieser Zeit legte er auch 2. Lehramtsprüfung ab), dann ab 1952 in Ebern und schließlich von 1956 bis zu seiner Pensionierung im Sommer 1978 in Würzburg - zunächst an der Pleicher Schule und ab 1969 an der Hauger Schule.
Das musikalische Schaffen des Komponisten Hans Martin umfasst mehr als 380 Werke, darunter eine große Anzahl für den Gottesdienst komponierte, Liturgie-bezogene Musik (Messen, Proprien, Motetten, Kantaten, Orgelmusik) sowie mehr als 150 Lieder, Chorwerke, Instrumentalmusik, Singspiele und eine Märchenoper.
Nach dem Krieg war Hans Martin als Organist und Chorleiter noch 55 Jahre im kirchenmusikalischen Dienst tätig, zunächst an St. Martin in Helmstadt (1947 - 1951), dann an der Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Ebern (1951 -1956) und von 1956 - 2002 an St. Gertraud in Würzburg. In der Diözese Würzburg engagierte er sich nach Einführung der Muttersprache und Einbeziehung der Gemeinde in den Gottesdienst durch das II. Vatikanische Konzil (1962 – 1965) beratend und von 1971 – 1978 in der Ausbildung des Organistennachwuchses.
Für sein kirchenmusikalisches Schaffen wurden ihm u.a. die St. Bruno-Medaille der Diözese, das Bundesverdienstkreuz am Bande und der päpstliche Silvester-Orden verliehen.
Er starb im 27. November 2007 nach einem erfüllten Leben im Alter von 91 Jahren.
Weiterführende Links
>>> Deutsche Wikipedia Hans_Martin_(Komponist)
>>> Biografie Hans Martin
>>> Hans Martin Werke-Verzeichnis (PDF)
19.02.2008
Besuch der alten Wirkungsstätte (1947 - 1951) in Helmstadt b. Würzburg
In der Mitte die renovierte Kirche, links daneben das Haus in dem die Familie 1947 gewohnt hat und vor der Kirche das ehemalige Schulhaus mit der Lehrer im 1. Stock (siehe auch unten).
Zunächst haben wir die erste Helmstadter Wohnung von außen besichtigt. Die Familie wohnte dort in 1947 zunächst als Untermieter des Lehrers Vierheilig und seiner Familie (die verständlicherweise von der Einquartierung nicht gerade begeistert waren). Dann besichtigten wir die zweite Wohnung - die erste eigene Wohnung der Familie - im 1. Stock des ehemaligen Schulhaus von Helmstadt besichtigt - heute residiert in dieser Wohnung, der Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft.
Neben dem Schulhaus, der Kirche St. Martin (dort war Hans Martin in seiner Helmstadter Zeit Organist und Chorleiter) und dem Friedhof an der Kirche, sind wir dann auf alten Spuren durch Helmstadt gewandert und haben uns die liebevoll renovierten und gestalteten Plätze, Straßen, Häuser und Gärten angeschaut.
Veröffentlicht am 19-Februar-2008
01.01.2002
Jahr 2002
Abschied vom Dienst des Organisten und Chorleiters in St. Gertraud
Nach 46 Jahren beendet Hans Martin, im Alter von 86 Jahren, seinen kirchenmusikalischen Dienst für die Pfarrgemeinde St. Gertraud und seine aktive 66-jährige Tätigkeit als Kirchenmusiker (u.a. Michaelskirche, Hofkirche, Neubaukirche und St. Gertraud in Würzburg; sowie in Erlenbach, Helmstadt und Ebern) und Orgellehrer.
Blick auf die Pfarrkirche St. Gertraud, Würzburg
Quelle: Titelseite der Jubiläumsfestschrift von Pfarrer Alfred Rost im Jahre 1983
Eingang zur Pfarrkirche St. Gertraud, Würzburg
Foto: Carsten Winterfeldt, orgelwelt.eu
Kirchenschiff und Chorraum St. Gertraud, Würzburg
Foto: Carsten Winterfeldt, orgelwelt.eu
Die orgel von St. Gertraud, Würzburg
Foto: Carsten Winterfeldt, orgelwelt.eu
Der Kirchenchor vor der Pfarrkirche St. Gertraud
Der Kirchenchor im Chorraum der Pfarrkirche St. Gertraud
Ritter des Silvester-Ordens
Die Übersetzung:
Bereitwilligen Sinnes gewähren wir die uns vorgetragenen Bitten, denen wir entnommen haben, dass Du Dich um das Gut und das Gedeihen der Kirche und der katholischen Sache sehr verdient gemacht hast.
Um ein öffentliches Zeugnis unserer dankbaren Gesinnung zu geben, erwählen, erklären und bestellen wir Dich, Johannes Martin aus der Diözese Würzburg, zum Ritter des Ordens des Heiligen Papstes Sylvester und erteilen Dir die Vollmacht, von allen Privilegien Gebrauch zu machen, die mit dieser Würde verbunden sind.
Gegeben zu Rom, bei Sankt Peter,
am 26. August 2002 ......................... Der Staatssekretär
Hans Martin erhält für seine Verdienste im kirchenmusikalischen Dienst den päpstlichen Silvester-Orden (August 2002)
Zeitungsberichte und Kritiken (Auszug)
Im Juli 2002 beendet Hans Martin seinen kirchenmusikalische Dienst in der Pfarrei St. Gertraud, mit dem Abschlusssgottesdient zur Ewigen Anbetung. Die Lokalzeitung Mainpost / Volksblatt schreibt dazu auf mainpost.de (4. Juli 2002)
Quelle: http://www.mainpost.de/regional/vbwue/1076,1708503.html
Chor singt sein letztes Te Deum
Würzburg Mit der Gestaltung des Abschlussgottesdienstes zur Ewigen Anbetung um 19 Uhr endet am heutigen Freitag die Arbeit des Pleicher Kirchenchores. Nach 85 Jahren wird der Chor aufgelöst, teilte der 86 Jahre alte Leiter Hans Martin mit. Er muss aus gesundheitlichen und Altersgründen seine Aufgaben in der Pfarrei St. Gertraud aufgeben.
Seit 1956, also 46 Jahre lang, prägte Hans Martin als Organist, Dirigent, Komponist und Lehrer die Gottesdienste und die Kirchenmusik in der Pleicher Gemeinde. Einige Chormitglieder, die heute zum letzten Mal auftreten, sind bereits 80 Jahre alt und bis zu sechzig Jahre im Chor dabei.
Gemeinsam mit ihrem Chorleiter ist die Gruppe alt geworden, doch Kraft und Stimmen haben nachgelassen. Das "Te Deum" am heutigen Abend soll die lange Tradition des Kirchenchores von St. Gertraud würdig beenden.
Weitere Zeitungsberichte aus dem Jahr 2002
Bilder aus dem Familienalbum
01.09.1973
Jahr 1960
Nach Alfons Kempf übernahm in 1960 Pfarrer Otmar Wiedemann (* 1911 - † 2003) den Dienst in der Gemeinde St. Gertraud (bis 1977).
Aufführung der Atkarsker Weihnachtskantate von Hans Martin
in St. Gertraud 26.12.1960
Aus dem Werke-Verzeichnis 1960
Ich danke dir, Herr
Psalm 138
für 4-st. gemischten Chor und Klavier/Orgel
8. Januar 1960 in Würzburg
Halleluja! Lobet Gott Psalm 150
für 4-st. gemischten Chor und Orgel
20. Januar 1960 Helmstadt / Würzburg
Singspiel: Die Fahrt zum Mond
Ideen, Ausführung und Musikarrangement von Hans Martin
Erstaufführung in 1962
In festo St. Gertrudis
für Kantor, 4-st. gemischten Chor und Orgel
13. März 1960 in Würzburg
Terra tremuit
für 4-st. gemischten Chor und Orgel
3. April 1960 in Würzburg
01.12.1972
Jahr 1951
Start in Ebern
Das Stadtwappen von Ebern
Am 1. September 1951 trat Hans Martin seinen offiziellen Dienst als Lehrer an der Volksschule in Ebern an. Parallel dazu hatte ihn der Eberner Stadtpfarrer Wilhelm Haller zum Organisten an der Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Ebern berufen.
Stadtpfarrkirche St. Laurentius Ebern (2006) Foto: Wikipedia
Der neugotische Hochaltar der Pfarrkirche St. Laurentius in Ebern (2005)
Foto: Wikipedia
Stadtpfarrkirche St. Laurentius Ebern Empore, mit der neuen Orgel von Vleugels (2005)
Foto: Wikipedia
Stadt-Apotheke im Hintergrund die Kirche St. Laurentius
Foto: Stefan Martin
Nebenamtlich übernahm Hans Martin dann auch das Amt des Geschäftsführer der Volkshochschule Ebern.
Aus dem Werke-Verzeichnis 1951
Ecce sacerdos
für 4-st. gemischten Chor und Orgel
5. April 1951 in Helmstadt
Die Einsetzungsworte
für 2 Solostimmen und Orgel
22. April 1951 in Helmstadt
Eja, in der Erde Schoß
für 4-st. gemischten Chor und Orgel
Altes Marienlied aus dem Kloster Melk
12. Mai 1951 in Helmstadt
Dämon und Not, groß ist der Gott
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
25. Juli 1951 in Helmstadt
Ecce sacerdos
für 4-stimmig gemischten Chor und Orgel
1951 in Helmstadt
Komm, Schöpfer, Geist
für 4-stimmig gemischten Chor a cappella
1951 in Helmstadt
Aus dem Familienalbum
Hans Martin mit Elisabeth und Herrmann Josef in Helmstadt
01.11.1972
Jahr 1950
Am 14. Juni 1950 wurde Hans Martin Beamter auf Lebenszeit. Am 3. Juli 1950 hat ihm seine Frau Lilo Hermann Josef, das fünfte Kind der Familie, in Helmstadt b. Würzburg geboren
Da waren es schon fünf ... (Silvester 1950)
Im Herbst des Jahres, am 19. November 1950 verstarb der Vater von Hans Martin, Johann Adam Martin in Erlenbach bei Marktheidenfeld.
Singspiel "Die beiden Peters"
Die zu einem Singspiel umgearbeiteten Oper Zar und Zimmermann mit dem Männergesangverein Melomania in Helmstadt. Mit 4 Solisten, kleinem Orchester, den Chören sowie einer Tanzgruppe.
Aufführungen: am 19., 20. und 25. März, sowie 26. und 27. Dezember 1950 in Helmstadt b. Würzburg.
Aus dem Werke-Verzeichnis 1950
Zehn Schweizer Volkslieder
für Singstimme, Flöte, Violine (oder 2 Violinen) und Laute
Volksgut
7. Januar 1950 in Helmstadt
Der Vorhang des Tempels
für 4-st. gem. Chor a cappella
20. Februar 1950 in Erlenbach
Dich loben, dir danken
Fantasie und Fuge über das Kilianslied für Orgel
24. Mai 1950 in Helmstadt
Veritas mea Psalm 88,25
Antiphon für 4-st. gemischten Chor a cappella
12. Juni 1950 in Helmstadt
Marienpreis
Kantate für Alt, Tenor, Gemeinde oder Kinderchor, 4-st. gemischten Chor und Orgel
Mittelalterlicher Text aus dem 13. Jh.
1. September 1950 in Helmstadt
Geisterchor
für Soli, 4-st. gemischten Chor, Instrumente und Klavier
29. November 1950 in Helmstadt
Christrose
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
23. Dezember 1950 in Helmstadt
01.10.1972
Jahr 1949
Aus dem Lebenslauf von Hans Martin
Am 4. April 1949 wurde Elisabeth das vierte Kind und die zweite Tochter des Ehepaares geboren:
Da waren es nun vier ...
Aus dem Werke-Verzeichnis
1949
Matthäuspassion
für Soli und 4-st. gemischten Chor a cappella
19. Januar 1949 in Helmstadt
Schlaf meine Kleine
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
23. Januar 1949 in Helmstadt
Es weht der Wind
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
23. Januar 1949 in Helmstadt
Mein Kind
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
24. Januar 1949 in Helmstadt
Alte Weise
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
30. Januar 1949 in Helmstadt
Bleiche Veilchen
für Sopran und Klavier
Hans Zeitzschel
31. Januar 1949 in Helmstadt
Petra
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
12. Februar 1949 in Helmstadt
Madonnalilie
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
19. April 1949 in Helmstadt
Lilie
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
19. April 1949 in Helmstadt
Zu Zweien
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
24. April 1949 in Helmstadt
Ewiger Anfang
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
30. April 1949 in Helmstadt
Mutter Erde
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
6. Mai 1949 in Helmstadt
Trauriges Lied - An der Waldkapelle
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
18. Mai 1949 in Helmstadt
Sang der Winde
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
6. Juni 1949 in Helmstadt
Allein für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
6. August 1949 in Helmstadt
Lobt den Herrn
für 4-st. gemischten Chor und Klavier/Orgel
20. August 1949 in Helmstadt
Im guten Geist
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
13. August 1949 in Helmstadt
Das Blümlein und der Mond
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
22. August 1949 in Helmstadt
Friedhof im Schnee
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
29. August 1949 in Helmstadt
Abend am See
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
3. September 1949 in Helmstadt
Traum
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
5. September 1949 in Helmstadt
Gesichte
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
10. September 1949 in Helmstadt
Passionskantate
für Alt, Bariton, Schola, 4-st. gemischten Chor, Lektor, Gemeinde und Orgel
2. Oktober 1949 in Helmstadt
Bitterlich rot - der Herbst
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
11. Oktober 1949 in Helmstadt
Der Baum
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
13. November 1949 in Helmstadt
Ewige Weihnacht
für Sopran und Klavier
von Wolfgang Salm
17. Dezember 1949 in Helmstadt
Dein große Lieb
für 4-st. gemischten Chor a cappella
Volksgut
1. Dezember 1949 in Helmstadt
Kleiner Knabe, großer Gott
für 4-st. gemischten Chor a cappella, Text von Johann Scheffler (17. Jahrhundert)
1. Dezember 1949 in Helmstadt
01.09.1972
Jahr 1948
Am 20.Februar 1948 kam das dritte Kind der Familie Hugo in der ersten, eignen Wohnung in Helmstadt zur Welt.
Nach dem die Verwaltung wieder etwas Tritt gefasst hat, konnte Hans Martin dann am 11. Juni 1948 seine 2. Lehramtsprüfung bei der Regierung on Unterfranken ablegen. Und wurde am 21. Februar 1948 ins Beamtenverhältnis übernommen.
Die junge Familie Hans + Lilo Martin in Helmstadt - 1948
Die Kinder (von links) Maria Theresia, Hugo und Hans
Aus dem Werke-Verzeichnis 1948
Sehnsucht
für Sopran und Klavier
von Matthias Claudius
27. April 1948 in Helmstadt
Weißer Sonntag, Tag der Freude
für 4-st. gemischten Chor a cappella
1. April 1948 in Helmstadt
Statuit
für 4-st. gemischten Chor a cappella
von Antiphon
17. Oktober 1948 in Helmstadt
Die du von dem milden Mond
für 4-st. gemischten Chor a cappella
Unbekannt
9. November 1948 in Helmstadt
Wie es war
für Sopran und Klavier
von Johanna Wolff
17. November 1948 in Helmstadt
Aus hartem Weh
für Orgel
6. Dezember 1948 in Helmstadt
Die Sehnsucht
für Sopran und Klavier
von Friedrich Schiller
18. Dezember 1948 in Helmstadt
Kindersegen
für Sopran und Klavier
von Heinrich von Laufenberg
24. Dezember 1948 in Helmstadt
Tantum ergo in A
für 4-st. gemischten Chor und Orgel
1948 in Helmstadt
01.08.1972
Jahr 1947
Am 6. Februar erteilte die Miltärregierung die Genehmigungen zur Wiedereinstellung in den Schuldienst. Zum 1. Februar 1947 wurde Hans Martin rückwirkend wieder zum Lehramt zugelassen und als Lehrer an die Volksschule Helmstadt bei Würzburg (und Neubrunn) berufen.
Der Umzug der Familie Hans Martin von Erlenbach nach Helmstadt bei Würzburg, in die erste, eigene Wohnung - die Lehrerwohnung Hausnummer 131 - erfolgte am 1. März 1947 (bis Dezember 1951).
Nebenberuflich war Hans M. in Helmstadt als Organist und Leiter des von ihm in Absprache mit dem Ortsgeistlichen, dem Geistlichen Rat Leo Drenkard 1947 gegründeten Kirchenchors von St. Martin sowie als Dirigent des Männergesangvereines Melomania - die Sangeswütigen - tätig.
Aus den Aufzeichnungen von Hans Martin
Gründung des Kirchenchors 11. Juli 1947 Helmstadt
Erstes Auftreten am 27. Juli 1947 zum Silbernen Priesterjubiläum des Geistlichen Rats Leo Drenkard
Besetzung: 20 Oberstimmen, 7 Unterstimmen
25.12.1947
Erstaufführung Martini-Messe von Hans Martin
Männergesangverein Melomania
Aufführung der zu einem Singspiel umgearbeiteten Oper Zar und Zimmermann von Lortzing
in 1950: 19., 20. und 25. März sowie 26. und 27. Dezember.
Kritiken
Marktheidenfelder Mitteilungsblatt 22.03. 1950
Helmstadt - Zu einem großen Erfolg gestalteten sich die beiden Aufführungen des Gesangsvereins "Melomania", "Die beiden Peters" nach der Oper Zar und Zimmermann, die jeweils vor ausverkauften Hause stattfanden. Dem Dirigenten des Vereins, Lehrer Hans Martin, gebührt dabei ein besonderes Lob. Es ist nur bedauerlich, daß eine solch einmalige Leistung nicht einem größeren Besucherkreis der näheren Umgebung zugänglich gemacht werden kann.
Würzburger Mainpost 25.03. 1950
Eine hervorragende Leistung
Helmstadt. Mit der Aufführung der zu einem Singspiel umgewandelten Lortzing'schen Oper "Zar und Zimmermann" wagte sich der Dirigent des Gesangvereins Melomania" mit seinen Sängern und Sängerinnen auf ein Gebiet, daszu beschreiten bis jetzt nur Berufenen vorbehalten blieb. Nach rund 100 Probestunden fand die Erstaufführungim überfüllten St-Josef-Hause statt. Die Aufführung war den Verhältnissen entsprechend, eine hervorragende Leistung, sie wurde auch vom Publikum begeistert aufgenommen. Besonderes Lob gebührt den vier Hauptdarstellern. Das kleine Orchester, die Chöre, die sehr nette Tanzgruppe und alle übrigen Mitwirkenden fügten sich sehr harmonisch in das Ganze. Alles in allem : eine Leistung, auf die nicht nur der Verein, sondern die ganze Gemeinde stolz sein kann. Auch die Vorstellung am nächsten Tage war fast ausverkauft. Heute um 20 Uhr findet die letzte Aufführung statt. Es wäre den Melomanen und ihrem wagemutigen Dirigenten, Lehrer Hans Martin, wieder ein volles Haus zu wünschen.
1951 Bischof Julius Döpfner in Helmstadt
Festlich geschmücktes Helmstadt anlässlich der Visitation des Würzburger Bischofs Julius Döpfner in Helmstadt am 24.4.1951. Gegen den Rat des Ortsgeistlichen stattete Bischof Julius Döpfner mir in unserer Wohnung einen kurzen Besuch ab.
Aus dem Werke-Verzeichnis 1947
Scherzo in C-Dur
12. Februar 1947 in Erlenbach
Lied des Harfenmädchens
für Sopran und Klavier
von Theodor Storm
10. März 1947 in Helmstadt
In der Kirschblüt
für Sopran und Klavier
von Johann Georg Fischer
17. Mai 1947 in Helmstadt
Sonatensatz
für Violine und Klavier
15. Juni 1947 in Helmstadt
Missa in hon. Sti. Martini
für 4-st. gemischten Chor und Orgel
23. August 1947 in Helmstadt
